Einsatzübung im Gesundheitszentrum

Mit Martinshorn und Blaulicht rückte die Freiwillige Feuerwehr Waldthurn von der Schulstraße aus zur Pflegeeinrichtung „Gesundheitszentrum Waldthurn“ an. Dieser Einsatz war Teil einer durchdachten Notfallübung, die im Vorfeld mit den Verantwortlichen des Hauses abgestimmt wurde. Ziel dieser Übung war es, eventuelle Schwachpunkte zu identifizieren und den Einsatzkräften die Örtlichkeiten vertraut zu machen. Besonders relevant war diese Übung, da im Jahr 2021 bereits ein Schwelbrand zum Einsatz einer Evakuierung und Brandbekämpfung geführt hatte.

Alarmierung: Wohnungsbrand im ersten Stock

Der Hausalarm meldete einen Wohnungsbrand im ersten Stock. Das Hauptziel der Übung bestand darin, drei Personen in den Wohngruppen zu finden und diese aus dem verrauchten Gebäude zu retten.

Drei Atemschutztrupps, jeweils bestehend aus zwei Feuerwehrdienstleistenden, durchkämmten die betroffenen Räume. Mit Tragetüchern und Fluchthauben konnten die hilflosen Opfer sicher aus dem Gebäude gebracht werden.

Um den Verkehr rund um das Gesundheitszentrum nicht unnötig einzuschränken, positionierte sich das Löschgruppenfahrzeug HLF 20 (Funkrufname 40/1) zwischen der Metzgerei Bergler und dem Gesundheitszentrum. Im Ernstfall würde dieses Fahrzeug jedoch im weitläufigeren Bereich des Marktplatzes aufgestellt werden, um eine optimale Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.

Das Mehrzweckfahrzeug MZF 11/1 wurde auf dem Parkplatz vor der Logopädie Ertl geparkt. Auch hier standen Atemschutzgeräte zur Verfügung, um im Bedarfsfall schnell reagieren zu können.

Die Löschwasserversorgung übernahm der Schlauchwagen SW-KatS 58/1, der zwischen den Anwesen Grünauer und Pühler positioniert war. Von dort aus wurde der Unterflurhydrant für die Wasserversorgung genutzt.

Im Vorfeld schulte Kommandant Michael Bäumler das Personal der Einrichtung samt Geschäftsführerin Corinna Graf in einer allgemeinen Brandschutzunterweisung. Weiter wurden in die Planung stellv. Kdt Christian Schön und Florian Bäumler als Leiter der Atemschutzgruppe.

Diese realistische Übung stellte sicher, dass sowohl die Feuerwehr als auch das Personal des Gesundheitszentrums auf einen möglichen Ernstfall gut vorbereitet sind. Die enge Zusammenarbeit und die klaren Abläufe tragen entscheidend zur Sicherheit der Bewohner bei.

Text & Bilder: Pflaum Josef sen.